Sonntag, 20. Mai 2012

update: 12.03.2010

aktuell in: zurück in München

gefahrene Kilometer: 16700

Kambodscha


Dienstag, 15. September 2009 um 03:24 Uhr
Angkor Wat

Von Bangkok ist es nur ein Katzensprung nach Siem Reap in Kambodscha. Landschaftlich wenig spannend reiht sich kilometerweit ein Reisfeld an das andere.

Umso spannender dafür die riesige Tempelanlage Angkor Wat; über 30 Kilometer radel ich durch die gewaltige Anlage, klettere durch verfallene Ruinen und erwarte eigentlich jeden Moment, dass Lara Croft oder zumindest Indiana Jones aus dem Dschungel springt.

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Hier in Kambodscha ist gerade Regenzeit, wobei - wie auch schon in Laos - von monsunartigen Wolkenbrüchen wenig zu sehen ist. Alle paar Tage regnet es mal für eine halbe Stunde, das wars dann aber auch schon wieder.

Dafür ist die Luftfeuchtigkeit am obersten Anschlag und macht jede Bewegung zur echten Herausforderung.

Schwitzen bringt nicht wirklich was, da ja nichts verdunstet. Auf der Haut bildet die Mischung aus Schweiß, Sonnencreme und Insektenschutz dafür eine ganz hervorragende, klebrige Grundlage für Dreck und Staub.

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In Siem Reap hänge ich wegen der Beantragung meines Visums für Laos mal wieder ein paar Tage fest.
Es gibt hier jedoch viel zu gucken: Angkor Wat natürlich, eine Floating Village auf dem nahegelegenen Tonle Sap See und auf einer Silkfarm kann man alles über die Herstellung von Seide lernen.

In der Stadt herrscht momentan ein krasses Ungleichgewicht zwischen Touristen und Dienstleistern. So ist der handvoll Touristen die volle Aufmerksamkeit aller Händler und Tuktukfahrer garantiert.

Ein zehnminütiger Spaziergang durch die Straßen hört sich dann so an:

"Tuktuk Sir?"

"Wanna buy something, Sir?"

"Sir, Tuktuk to Angkor, Sir? Maybe tomorrow, Sir?"

"Come to my shop, Sir!"

"Sir, yes come looking!"

"Wanna see tempel, Sir?"

"Sir, drink something, Sir?"

"Hungry Sir?"

"Massage Sir?"

"Yes Sir?"

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Elephant crossing


Und wie gehts die nächsten Monate weiter?

Durch Laos und Vietnam schwitze ich mich erstmal nach China.

Von Shanghai aus werde ich im Dezember weiter in die USA fliegen.

Auf der Southern Tier Bicycle Route geht es dann von San Francisco nach Miami, womit aus dem Abenteuer Seidenstraße ein Abenteuer Weltreise geworden ist.


Hier die 783 schönsten Bilder vom Tempel

 
Montag, 05. Oktober 2009 um 11:00 Uhr

Auf sandigen Pisten durch Kambodscha


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Die kambodschanische STVO besteht aus exakt zwei Paragraphen:

1. Der Größere hat Vorfahrt!
2. Hupe alle paar Sekunden!

Diese beiden Regeln werden von jedem äußerst gewissenhaft eingehalten.

Radeln auf den Hauptstraßen macht hier defintiv keinen Spaß. Alleine schon wegen dem Lärmpegel. In den meisten Ländern, durch die ich bisher gefahren bin, wurde gerne und viel gehupt, aber das hier ist die absolute Krönung.
Den ganzen Tag ist es einfach nur höllenlaut.

Dagegen ist die Wiesn eine Wellnessoase :)

So oft es geht weiche ich deshalb auf die ruhigen Nebenstrecken aus. Das sind zwar meistens unbefestigte Pisten, aber lieber Dreck als Gehörsturz.

cambodia_131Nach einem langen Tag auf der Piste

Und die Leute die ich hier treffe sind auch irgendwie entspannter. In jedem Ort werde ich von der kompletten Belegschaft wahlweise mit "Hello", "Byby" oder "ok" begrüßt.

Überhaupt sind hier alle sehr kommunikativ.

So sitze ich neulich in einem Cafe als mir die Bedienung einen Zettel reicht und auf die Typen am Nebentisch deutet. Auf dem Zettel steht, "Brother, can I talk to you?"

Gespannt was jetzt wieder kommt, winke ich rüber. Einer der Typen setzt sich zu mir an den Tisch und erzählt, er studiert Englisch und möchte im Nachbarort in ein paar Jahren eine neue Schule eröffnen. Um sein Englisch zu verbessern würde er sich gerne mit mir unterhalten.
Zum Abschied überreicht er mir eine Visitenkarte; auf der hat er sich schon mal als Direktor der neuen Schule tituliert...

So, jetzt werde ich mich wieder dem allabendlichen Ritual zuwenden: ein Kilo Sand aus der Kette kratzen.


 


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