Nochmal nach Laos
Von vielen Leuten wurde ich in den letzten Wochen vor dem Straßenverkehr in Vietnam gewarnt. Also disponiere ich kurzfristig um, hole mir ein Visum für Laos und fahre schon bald wieder auf den ruhigsten Straßen der Welt.

Durch die abgelegenen Dörfer kommen offensichtlich nur sehr selten Touristen. Zumindest lässt die immergleiche Reaktion der Einheimischen darauf schließen:
jemand sieht mich, schreit aufgeregt "Falang!" (Ausländer) und zeigt mit dem Finger auf mich. Dann drehen sich dutzende Köpfe Richtung Straße, schauen erst irritiert und rufen dann heftig winkend "Sabadiii!!" (Hallo)
Ansonsten relativ ereignislos geht es hunderte von Kilometern parallel zum Mekong nach Norden. Zu sehen gibt es überwiegend Reisfelder, zu essen ausschliesslich Suppe.

Suppe - morgens, mittags, abends
So eine Suppe ist ja ab und zu mal ganz nett. Schließlich ist alles wichtige drin - bisschen Fleisch, Nudeln, Grünzeug (oft ungekochte Bohnen!). Aber nach einer Woche und drei bis vier Suppen täglich doch sehr fad.
Hier in Laos bekomme ich auch erstmals die Ausläufer der momentan weiter östlich tobenden Taifune zu spüren; die Temperatur fällt um 10 Grad, und es regnet immer wieder mal.
Irgendwann biege ich dann doch Richtung Vietnam ab. Zumindest Hanoi möchte ich mir unbedingt anschauen. Auf einer kleinen Straße fahre ich zwei Tage lang durch dichten Urwald zur Grenze.
Mehrmals täglich überholen mich LKWs, vollgepackt bis oben mit Hunden. Lebend, versteht sich. Bin mal gespannt, was die Vietnamesen damit machen.
Ziegen und andere Kreaturen |